Andreas Kretz: 1. Preis/Stiftungspreis
beim 15. Bundeskunstpreis für Menschen mit einer Behinderung der Carl-Müller-Mettnau-Stiftung
Blumenkönigin (Acryl, 2004)

Andreas Kretz wurde 1967 in Mühlhausen geboren.
Andreas Kretz malt in der Kraichgauer Kunstwerkstatt in Sinsheim mit Tempera bzw. Acrylfarben auf Papier, Pappe oder Tapetenreste. Bild für Bild setzt er zügig und mit sicherer Hand die Umrisslinien, anschließend füllt er sie mit sorgsam gemischten Farbnuancen aus. Dabei duldet er keinerlei Störung. Erst wenn sein Bild vollständig fertig gemalt ist spricht er über das Bildgeschehen und überlegt sich einen Titel. Vorher bleibt jedes Bild konsequent sein Geheimnis.
Häufig wirken seine Themen archaisch oder lassen ein mythologisches Thema vermuten. Weil er seine Themen gerne in vielen Bildvarianten ausdrückt, lässt sich oft ein Bezug zu seiner persönlichen Erlebniswelt entdecken.
Seine Blumenkönigin steht in Verbindung mit dem intensiven Erlebnis auf einem Reiterhof. Dort stand er direkt neben den Pferden, die für ihn im Rollstuhl riesig erscheinen mussten. Das souveräne und freundschaftliche Verhältnis der Pferdebetreuerin zu solch mächtigen Tieren, welche dieser schönen Frau aufs Wort gehorchten, beeindruckten ihn nachhaltig.
In seinen Arbeiten erscheinen häufig Mensch-Tier-Mischwesen und machtvolle Figuren mit einem bedeutsamen Verhältnis zur Tier- und Pflanzenwelt, die er wie hier aus einem Alltagserlebnis heraus zu eindringlichen Werken verdichtet.
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Andeas
Kretz in der Kraichgauer Kunstwerkstatt.


